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Ihre häufigsten Fragen zum Thema „Lungenmetastasen“

 
1. Was sind Lungenmetastasen?   
  
Bösartige Tumore gelten deshalb als bösartig, weil sie Metastasen (Tochtergeschwüste) in anderen Geweben erzeugen können. Lungenmetastasen sind deshalb bösartige Absiedelungen in der Lunge, einseitig oder beidseitig, die z.B. von einem Nieren- oder Darmkrebs stammen. Sie gelangen meistens über das Blut dorthin. Die Verbreitung über Lymphbahnen, die auch möglich ist, spielt für die Entstehung von Lungenmetastasen nur eine untergeordnete Rolle.   
  
 
2. Wie entstehen Metastasen?   
  
Von einem Nieren- oder Darmkrebs z.B. sondern sich ein paar Zellen ab und werden mit dem Blutstrom über die Nierenvene in die untere Hohlvene, durch das Herz und von dort in die Lungenarterie gespült. Ab da werden die Blutgefäße wieder kleiner, und so gelangen die bösartigen Zellen schließlich in ganz kleine Adern der Lunge, wo sie stecken bleiben und weiterwachsen.   
  
Von dort können sich wieder bösartige Zellen ablösen. Sie gelangen dann mit dem sauerstoffreichen Blut wieder ins Herz und können über die Aorta prinzipiell in alle Organe des Körpers gelangen.   
  
Man spricht dann von einer Generalisierung des Tumors. Eine Heilung ist dann nur noch selten möglich. Die Lunge ist also die letzte Station, aus der die Entfernung der Metastasen noch Sinn macht, weil das Tumorleiden noch komplett heilen kann.   
  
Dies setzt aber voraus, dass der Lieferant der bösartigen Zellen, der Primärtumor, entfernt ist, und das keine weiteren Fernmetastasen vorhanden sind. Ist dies der Fall sollten die Lungenmetastasen unbedingt chirurgisch entfernt werden, wenn der Zustand des Patienten dies erlaubt.   
  
Chemotherapie und Bestrahlung können zusätzlich eingesetzt werden, aber nicht alternativ!   
  
 
3. Durch welche Symptome machen sich Metastasen bemerkbar?   
  
Lungenmetastasen verursachen, besonders wenn sie noch klein sind, kaum Symptome. Selten findet sich etwas Blut im Sputum. Husten, Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Fieber sind unspezifische Symptome und können auch bei Lungenmetastasen vorkommen.   
  
Ihr behandelnder Arzt überweist Sie zur weiteren Abklärung zu uns an die Fachkliniken Wangen mit dem sogenannten „Roten Schein“.   
  
 
4. Wie wird eine Diagnose erstellt?   
  
Da prinzipiell jeder Krebs in die Lunge metastasieren kann, sollte, bei Vorliegen eines bösartigen Tumors, in regelmäßigen Abständen nach Lungenmetastasen gesucht werden, auch wenn keine Symptome dafür vorliegen.   
  
Die Suche beginnt meistens mit einem Röntgenbild des Brustkorbs. Ein CT-Thorax ist genauer, die Strahlendosis aber etwa 30mal höher, allerdings viel sensitiver und genauer, so dass Lungenmetastasen damit wesentlich frühzeitiger erfasst werden können.   
  
Sind viele Rundherde vorhanden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Metastasen handelt, sehr hoch. Der Beweis kann aber, wie bei allen anderen bösartigen Krankheiten auch, nur über eine feingewebliche Untersuchung geliefert werden.   
  
 
5. Welche Metastasen sollten operiert werden?   
  
Voraussetzung für die Entfernung von Lungenmetastasen ist, dass, der Primärtumor sicher komplett entfernt wurde und dass außerhalb der Lunge keine weiteren Metastasen vorhanden sind. Ist dies der Fall, wird der Patient für die Operation vorbereitet.   
  
 
6. Welche Rolle spielt die Lungenfunktion?   
  
Wie bei allen lungenverkleinernden Eingriffen entscheidet die aktuelle Funktion der Lunge, ob und wie viel Lunge reseziert werden darf.   
  
 
7. Wie wird operiert?   
  
Im Gegensatz zum Lungenkrebs wird, in der Metastasenchirurgie der Lunge nicht immer gleich ein ganzer Lungenlappen entfernt. Die Devise ist vielmehr, zwar die Metastasen komplett und im Gesunden zu entfernen, dabei aber möglichst viel gesunde Lunge „stehen“ zu lassen. Speziell mit Hilfe der Lasertechnik gelingt es dabei auch, sehr zahlreiche Metastasen zu entfernen, ohne die Lunge erheblich zu verkleinern.   
  
 
8. Und wenn in beiden Lungen Metastasen vorhanden sind?   
  
Wenn Lungenmetastasen in beiden Lungen auftreten, könnte man mit einem großen Schnitt durch das Brustbein, beide Lungen gleichzeitig operieren. Dabei kommt man aber nicht präzise genug an alle Stellen der Lunge heran und der beidseitige Eingriff ist natürlich auch doppelt belastend.   
  
Wir operieren deshalb jede Seite extra im Abstand von 3 bis 4 Wochen, je nach Zustand des Patienten.   
  
 
9. Wie lange dauert der Klinikaufenthalt?   
  
Die meisten Patienten werden, wie bei anderen Lungenoperationen auch, zwischen dem 7. und 10. postoperativen Tag entlassen – natürlich erst, wenn sie unsere Behandlung nicht mehr benötigen.   
  
 
10. Wie geht es weiter?   
  
Alles entnommene Gewebe wird feingeweblich vom Pathologen untersucht. In unserer Tumorkonferenz, zu der neben uns Chirurgen auch Onkologen, Pneumologen, Internisten, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen gehören, wird das Ergebnis ausführlich diskutiert und eine Therapieempfehlung für nachbehandelnde Ärzte festgelegt.   
  
 
11. Was kommt danach?   
  
Wenn Sie, so zwischen dem 7. und 10. postoperativen Tag, unsere Hilfe nicht mehr benötigen, entlassen wir Sie wieder in die Obhut Ihres einweisenden Arztes. Natürlich sind Sie nach dieser kurzen Zeit noch nicht wieder voll einsatzfähig.   
  
Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) kommt erst in Frage, wenn eventuell auch die zweite Lungenseite operiert ist. Unsere Sozialfachkräfte beraten Sie dazu.   
  
Ca. 3 bis 4 Wochen nach der Entlassung oder nach der AHB kontrollieren wir noch einmal, ob der Verlauf so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Dazu benötigen wir ein Röntgenbild des Brustkorbs in zwei Ebenen, eine Lungenfunktionsprüfung und manchmal auch eine Bronchoskopie.   
  
Sollte Ihnen nach der Entlassung am Heilverlauf irgendetwas "komisch" vorkommen, dürfen Sie uns gerne anrufen. Wir sind immer für Sie da.   
  
Haben Sie noch Fragen, so beantworten wir Ihnen diese auch am Telefon.   
  
 
Kontakt   
  
Klinik für Thoraxchirurgie  
Fachkliniken Wangen  
Telefon Zentrale: +49 (0) 7522 797-0  
Telefon Kliniksekretariat: +49 (0) 7522 797-1320  
Am liebsten natürlich tagsüber.
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88228 Wangen/Allgäu

Telefon +49 (0) 7522 797-0
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