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HÄUFIGE FRAGEN

Ihre häufigsten Fragen zum Thema „Mediastinaltumor“

 
1. Was ist ein Mediastinaltumor?   
  
Der Begriff „Mediastinaltumor“ bezeichnet eine abnorme Gewebeneubildung im Mediastinum. Mit "Mediastinum" wird das Gewebe zwischen den beiden Lungenflügeln bezeichnet. Es enthält die Thymusdrüse, das Herz, die herznahen Blutgefäße, Bindegewebe, Fett und Nerven.   
  
2. Warum entstehen gerade dort Tumore?   
  
Während der Embryonalphase wurden im Mediastinum viele Zellen angelegt, die sich zu verschiedenen Gewebearten weiterentwickeln können, "Organbildungs-Reserve-Zellen" sozusagen. Deshalb können im Mediastinum sehr viele verschiedene Tumore entstehen, die man eigentlich dort nicht erwarten würde. Neben gutartigen Neurinomen und Cysten zählen Thymome, Seminome,Terratome, Sarkome, und vom Lymphgewebe ausgehende "Lymphome" zu den häufigsten bösartigen Mediastinaltumoren.   
  
Warum diese Zellen Tumore bilden können ist unbekannt. Anders als beim Lungenkrebs scheinen unsere Lebensgewohnheiten wie z.B. Rauchen keinen Einfluß auf die Entstehung von Mediastinaltumoren zu haben.   
  
 
3. Wie macht sich ein Mediastinaltumor bemerkbar?   
  
Durch die Raumforderung des Tumors können Symptome wie Schwellung von Gesicht und Armen auftreten, weil das Blut nicht mehr ungehindert zum Herzfließen kann. Schluckbeschwerden, "Klos im Hals", Husten, Heiserkeit, und Zwerchfellähmunggehören auch zum Beschwerdebild. Bei Thymomen kann eine Muskelschwäche (Myasthenia Gravis) auftreten, auch wenn der Tumor noch sehr klein ist.   
  
Ihr Hausarzt überweist Sie mit dem sogenannten Roten Schein zu uns an die Fachkliniken Wangen zur weiteren Abklärung.   
  
 
4. Wie kann der Tumor festgestellt werden?   
  
Neben den üblichen Röntgenbildern ist für die Diagnose ein CT-Thorax die wichtigste "bildgebende" Maßnahme. Damit lässt sich aber nur sagen, ob und wo ein Tumor vorliegt, nicht welcher. Da nicht jeder Mediastinaltumor gleich operiert werden muss, ist es sehr wichtig, vorher herauszufinden, was genau für ein Tumor vorliegt.   
  
 
5. Wie verläuft eine Gewebeprobe?   
  
Dies kann nur eine feingewebliche Untersuchung beim Pathologen klären. Dazu ist es nötig, dass der Chirurg dem Pathologen eine geringe Menge des entsprechenden Gewebes liefert. Dies geschieht meistens mit der Schlüsselloch-Technik. Das heißt, Sie werden bei uns stationär aufgenommen und unter Narkose operiert.   
  
Eine weniger aufwändige Punktion liefert in diesem Fall meistens zuwenig Gewebe für eine sichere Diagnose.   
  
 
6. Wie wird das Tumorstadium ermittelt?   
  
Das genaue Tumorstadium kann erst bestimmt werden, wenn der Tumor entfernt ist und das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vorliegt.   
  
 
7. Was ist mit der Lungenfunktion?   
  
Die Funktion der Lunge spielt für die Operation nur eine untergeordnete Rolle, weil sie meistens voll erhalten bleibt.   
  
 
8. Welcher Tumor sollte operiert werden?   
  
Lymphome und die meisten Keimzelltumore werden nicht gleich operiert weil sie meist exzellent auf  
Chemotherapie und Bestrahlung ansprechen. Alle anderen Mediastinaltumore sollten aber chirurgisch entfernt werden. Insgesamt ist die Prognose bei bösartigen Mediastinaltumoren meistens wesentlich besser, als beim Lungenkrebs.   
  
 
9. Müssen auch die gutartigen Tumore entfernt werden?   
  
Ja. Erstens wachsen sie weiter. Je größer sie sind, desto mehr Symptome verursachen sie und desto schwieriger wird eine spätere Operation. Zweitens können gutartige Tumore auch bösartig werden.   
  
 
10. Wie wird operiert?   
  
Gutartige Neurinome und Cysten können in den meisten Fällen durch die Schlüssellochtechnik entfernt werden, es sei denn, sie sind sehr groß oder sie liegen sehr ungünstig.   
  
Bösartige Mediastinaltumore werden immer offen operiert. Die Schnittführung teilt meistens das Brustbein (mediane Sternotomie) wie bei Herzoperationen. Nur wenn der Tumor vorwiegend rechts oder links liegt, erfolgt der Zugang von der entsprechenden Seite.   
  
 
11. Wie lang dauert der Klinikaufenthalt?   
  
Bei der Schlüssellochmethode dauert der Krankenhausaufenthalt in der Regel 5 bis 7  
Tage, bei offener Thoraxchirurgie 7 bis 10 Tage.   
  
 
12. Wie geht es weiter?   
  
Alles entnommene Gewebe wird feingeweblich vom Pathologen untersucht. In unserer Tumorkonferenz, zu der neben uns Chirurgen auch Onkologen, Pneumologen, Internisten, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen gehören, wird das Ergebnis ausführlich diskutiert und eine Therapieempfehlung für nachbehandelnde Ärzte festgelegt.   
  
 
13. Was kommt danach?   
  
Wir entlassen Sie wieder in die Obhut Ihres einweisenden Arztes, wenn Sie unsere Hilfe nicht mehr brauchen. Natürlich sind Sie dann noch 3 bis 4 Wochen nicht volleinsatzfähig und Sie benötigen noch Schmerzmittel.   
  
Ist der Tumor gutartig, wird 3 bis 4 Wochen nach der Entlassung noch einmal kontrolliert, ob der Verlauf so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Bösartige Tumore werden meistens - aber nicht immer – onkologisch nachbehandelt. Das heißt….   
  
Manche Patienten gehen nach der Entlassung in eine Anschlussheilbehandlung (AHB).Unsere Sozialfachkräfte beraten Sie dazu.   
  
Auch nach Ihrer Entlassung fühlen wir uns weiter für Sie verantwortlich. Sollte Ihnen nach der Entlassung am Heilverlauf irgendetwas "komisch" vorkommen dürfen Sie uns gerne anrufen. Wir sind immer für Sie da.   
  
Haben Sie noch Fragen, so beantworten wir Ihnen diese auch am Telefon.   
  
 
Kontakt   
  
Klinik für Thoraxchirurgie  
Fachkliniken Wangen  
Telefon Zentrale: +49 (0) 7522 797-0  
Telefon Kliniksekretariat: +49 (0) 7522 797-1320 Sekretariat  
Am liebsten natürlich tagsüber.
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Postfach 1264
88228 Wangen/Allgäu

Telefon +49 (0) 7522 797-0
Fax +49 (0) 7522 797-1110

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